Mehr als Zimmerkategorien: mehr Wert aus jeweils 100 Buchungen
Aktualisiert: 12. Sept.

Mehr Wert aus jeweils 100 Buchungen
Eine Zimmerkategorie beschreibt den Bestand. Ein passendes Zimmerangebot gibt Gästen einen Grund zu buchen – und für einen Mehrwert mehr zu bezahlen. Dieser anonymisierte Datenausschnitt zeigt, welchen Beitrag merkmalsbasierte und virtuelle Zimmerprodukte zu höherwertigen Buchungen leisten.
Betreiberprofil: eine Hotelkette im Midscale-Segment mit mehr als 1.800 Einheiten. Die Ergebnisse zeigen den Kettendurchschnitt im ausgewerteten Zeitraum, normiert auf 100 Buchungen.
Was Gäste gebucht haben
Rund 72 von 100 Buchungen entfielen auf merkmalsbasierte oder virtuelle Zimmerprodukte. Das sind unterschiedliche Angebote aus dem verfügbaren Bestand, keine zusätzlichen physischen Zimmer. Die übrigen Buchungen entfielen auf die zugrunde liegenden Kategorien.
Nicht jeder Gast muss sein Angebot selbst konfigurieren. Ein Zimmerprodukt kann bestimmte Merkmale oder einen Aufenthaltswunsch abbilden. Individuelle Angebote gehen deshalb über klassische Kategorien hinaus, ohne immer eine persönliche Konfiguration vorauszusetzen.
Rund 434 € Unterkunftsmehrwert je 100 Buchungen
Rund 40 von 100 Buchungen lagen preislich über der vergleichbaren Kategorie. Bei diesen Upsell-Buchungen betrug der durchschnittliche Mehrwert für die Unterkunft rund 11 € je Buchung.
Über alle Buchungen verteilt entspricht das rund 4,34 € je Buchung beziehungsweise 434 € je 100 Buchungen. Die 11 € gelten für Upsell-Buchungen, nicht für jede Buchung.
Weitere 860 € aus Extras je 100 Buchungen
Der separat ausgewiesene Beitrag aus Extras entspricht rund 860 € je 100 Buchungen. Zusammen mit dem Unterkunftsmehrwert ergeben sich im ausgewerteten Datenausschnitt rund 1.294 € je 100 Buchungen. Extras und Zimmer-Upsells bleiben dabei getrennte Bestandteile.
Warum die Buchungsstrecke zählt
58 % der Buchungen lagen oberhalb des günstigsten verfügbaren Angebots. Gäste entschieden sich also nicht durchgehend für den niedrigsten Preis. Relevante Angebote, erkennbare Unterschiede und Empfehlungen gaben ihnen weitere Auswahlgründe.
Dieser Wert unterscheidet sich von den rund 40 % oberhalb des Kategorievergleichspreises: Ein teureres Angebot als das günstigste zu wählen ist nicht dasselbe wie ein Aufpreis gegenüber einer vergleichbaren Kategorie. Die beiden Anteile dürfen nicht addiert werden.
Was Hotelbetreiber daraus mitnehmen können
Mache Zimmerunterschiede sichtbar und buchbar. Präsentiere passende Angebote, bepreise den Mehrwert bewusst und miss sowohl den Anteil der Upsells als auch ihren Wert. Dynamischer Bestand verbindet die Angebote mit gemeinsamer Verfügbarkeit: Dieselbe Einheit kann mehrere Angebote bedienen, ohne zusätzlichen Bestand zu erzeugen.
Betrachte den Mehrwert je Upsell und über alle Buchungen. So lässt sich die Entwicklung der Angebote besser von Veränderungen des Buchungsvolumens unterscheiden.
Zur Einordnung der Zahlen
Die gerundeten Werte stammen aus einem unterjährigen Bericht und wurden auf 100 Buchungen normiert. 100 Buchungen sind eine Vergleichsgröße, keine eigene Stichprobe. Der Unterkunftsmehrwert bezieht sich auf den Kategorievergleichspreis des Berichts; Extras werden separat ausgewiesen. Es handelt sich um beobachtete Buchungswerte, nicht um einen kontrolliert gemessenen Anstieg des Gesamtumsatzes, Gewinn oder ROI. Nach Stornierungen und Erstattungen können realisierte Umsätze abweichen. Ergebnisse hängen von Betrieb, Zeitraum und Verkaufsstrategie ab. Betreiber, Standorte und identifizierende Screenshots bleiben ungenannt.



Kommentare